{"id":539,"date":"2025-07-12T13:01:53","date_gmt":"2025-07-12T13:01:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=539"},"modified":"2026-01-20T06:20:07","modified_gmt":"2026-01-20T06:20:07","slug":"elisabeth-schmitz","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/hoffnungstrager\/elisabeth-schmitz\/","title":{"rendered":"Schmitz"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Elisabeth Schmitz unterrichtet seit 1929 Deutsch, Geschichte und evangelische Religionslehre am Berliner Luisen-Oberlyzeum. 1935 wird sie nach Berlin-Lankwitz strafversetzt. Am 1. April 1939 tritt sie freiwillig in den vorzeitigen Ruhestand, da sie sich weigert, im nationalsozialistischen Sinne zu unterrichten. Schmitz engagiert sich in der Bekennenden Kirche. Nicht zuletzt durch die enge Freundschaft mit Martha Kassel, einer 1938 emigrierten protestantischen \u00c4rztin j\u00fcdischer Herkunft, registriert Schmitz die judenfeindlichen Ma\u00dfnahmen des NS-Regimes sehr genau und sieht ihre Kirche in der Pflicht, sich offen auf die Seite der Verfolgten zu stellen. Mit ihrer Denkschrift \u201eZur Lage der deutschen Nichtarier\u201c von 1935\/36 fordert sie die Bekennende Kirche auf, \u00f6ffentlich gegen die Verfolgungen und f\u00fcr die Menschen j\u00fcdischer Herkunft einzutreten. Sie warnt darin vor einer weiteren Steigerung der judenfeindlichen Ma\u00dfnahmen. Doch ihre eindringliche Schrift bleibt bei den kirchlichen Leitungsgremien unbeachtet. Nach dem Novemberpogrom 1938 bekr\u00e4ftigt sie ihre Position, kann jedoch auch jetzt keinen einhelligen, offensiven Protest der Bekennenden Kirche erwirken. Gemeinsam mit einem Kreis ehemaliger Kolleginnen und Sch\u00fclerinnen leistet Schmitz nach Beginn der Massendeportationen Hilfe f\u00fcr versteckt lebende Juden und stellt zeitweise ihre Wohnung als Quartier zur Verf\u00fcgung. 1943 kehrt Schmitz in ihre Heimatstadt Hanau zur\u00fcck, wo sie das Kriegsende \u00fcberlebt.<\/p>","protected":false},"featured_media":540,"template":"","style-hoffnungstrager":[8],"class_list":["post-539","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-2","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}