{"id":621,"date":"2025-07-12T16:10:59","date_gmt":"2025-07-12T16:10:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=621"},"modified":"2026-01-21T10:44:24","modified_gmt":"2026-01-21T10:44:24","slug":"niuta-tajtelbaum","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/hoffnungstrager\/niuta-tajtelbaum\/","title":{"rendered":"Tajtelbaum"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Niuta Tajtelbaum wuchs in \u0141\u00f3d\u017a in einer chassidischen Familie auf. Schon als Sch\u00fclerin wurde sie Mitglied einer kommunistischen Zelle ihrer Schule und wegen illegaler politischer Aktivit\u00e4ten vom Gymnasium verwiesen. Dennoch durfte sie studieren und schloss 1939, kurz vor Kriegsbeginn, ihr Studium der Geschichte und Psychologie an der Universit\u00e4t Warschau ab. Im Jahr darauf wurde sie ins Warschauer Ghetto zwangsumgesiedelt und war unter dem Decknamen \u201eWanda\u201c als Kurierin f\u00fcr den j\u00fcdischen Widerstand t\u00e4tig. Sie trat in die polnische Arbeiterpartei ein, schloss sich der Volksgarde an und brachte ihren Genossen und Genossinen den Umgang mit der Waffe bei. Auf Wunsch des Kommandos der Volksgarde verlie\u00df Niuta Tajtelbaum das Ghetto und wurde stellvertretende Kommandantin einer Sabotageeinheit. Ihr \u201earisches Aussehen\u201c, lange blonde Z\u00f6pfe, blaue Augen, war eine perfekte Tarnung. So bewegte sie sich scheinbar harmlos durch die Stadt und erschoss mehrere NS-Offiziere, einen davon im eigenen Bett. Bald war sie unter dem Namen \u201eWanda mit den Z\u00f6pfen\u201c in ganz Warschau gef\u00fcrchtet und die Deutschen setzten ein Kopfgeld von 150.000 Z\u0142oty auf sie aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober 1942 war Niuta Tajtelbaum an den Sprengungen mehrerer Abschnitte der Bahnlinie beteiligt, \u00fcber die der Nachschub an die Ostfront gelangte. Die Besatzer r\u00e4chten sich brutal, erh\u00e4ngten \u00f6ffentlich 50 Polen und verlangten eine hohe Geldstrafe von der Stadt. Niutas Einheit schlug zur\u00fcck: Sie griffen Treffpunkte deutscher Offiziere an und erschossen sie. Sie \u00fcberfielen eine Bank und erbeuteten die geforderte Summe. Im April 1943, w\u00e4hrend des Aufstands im Warschauer Ghetto, griff Tajtelbaums Gruppe eine Gesch\u00fctzstellung der SS an und schaltete sie aus. Am 19. Juli 1943 wurde Niuta von der Gestapo verhaftet, gefoltert und ermordet. Trotz tagelanger schwerer Folter verriet sie ihre Kameraden nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 19. April 1945 wurden f\u00fcnfzig Ghettok\u00e4mpfer von der provisorischen Regierung Polens f\u00fcr ihre Tapferkeit geehrt, unter ihnen auch Niuta Tajtelbaum.<\/p>","protected":false},"featured_media":2313,"template":"","style-hoffnungstrager":[7],"class_list":["post-621","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-1","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}