{"id":530,"date":"2025-07-12T12:48:28","date_gmt":"2025-07-12T12:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=530"},"modified":"2026-01-21T10:08:32","modified_gmt":"2026-01-21T10:08:32","slug":"helmuth-huebener","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/hoffnungstrager\/helmuth-huebener\/","title":{"rendered":"H\u00fcbener"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Helmuth H\u00fcbener kommt in Hamburg als Sohn einer Arbeiterin zur Welt und wird entscheidend durch die Religionsgemeinschaft Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) gepr\u00e4gt. Er w\u00e4chst ohne Vater auf und beginnt 1941 eine Lehre bei der Hamburger Sozialbeh\u00f6rde. Zugleich hilft er als ehrenamtlicher Sekret\u00e4r dem Gemeindepr\u00e4sidenten seiner Religionsgemeinschaft. 1940\/41 kommt er in Kontakt mit einer illegalen Altonaer kommunistischen Jugendgruppe. Er h\u00f6rt regelm\u00e4\u00dfig ausl\u00e4ndische Rundfunksender und verbreitet wichtige Meldungen als Streuzettel weiter. Im Sommer 1941 gewinnt er mit dem sechzehnj\u00e4hrigen Schlossergesellen Rudolf Wobbe und dem siebzehnj\u00e4hrigen Malergesellen Karl-Heinz Schnibbe, wenig sp\u00e4ter mit dem siebzehnj\u00e4hrigen Verwaltungslehrling Gerhard D\u00fcwer Gesinnungsfreunde. Sie diskutieren gemeinsam mit ihm zahlreiche Flugbl\u00e4tter und verteilen sie in Hamburger Arbeitervierteln, um die nationalsozialistischen Wehrmachtsberichte und Nachrichtensendungen zu korrigieren. Im Winter 1941 sehen die Freunde um H\u00fcbener bereits die milit\u00e4rische Niederlage voraus. Sie wollen deshalb nicht mehr allein mit kurzen Parolen auf Streuzetteln zum Kampf gegen das NS-Regime auffordern, sondern die Menschen \u00fcber den Ernst der Lage aufkl\u00e4ren. Innerhalb von sechs Monaten konzipiert H\u00fcbener mehr als 20 Flugbl\u00e4tter. Ende Januar 1942 bitten D\u00fcwer und H\u00fcbener einen Bekannten, die Flugbl\u00e4tter ins Franz\u00f6sische zu \u00fcbersetzen. Sie werden dabei beobachtet, denunziert und am 5. Februar 1942 von der Gestapo verhaftet, die wenige Tage sp\u00e4ter auch Schnibbe und Wobbe festnimmt. Die Jugendlichen werden schwer misshandelt. Am 11. August 1942 findet vor dem Berliner Volksgerichtshof der Prozess statt. Helmuth H\u00fcbener wird trotz seines Alters von 17 Jahren zum Tode verurteilt und am 27. Oktober 1942 in Berlin-Pl\u00f6tzensee ermordet. Seine drei Freunde erhalten lange Freiheitsstrafen. Sie erleben das Ende des Krieges.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"featured_media":531,"template":"","style-hoffnungstrager":[8],"class_list":["post-530","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-2","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media\/531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}