{"id":640,"date":"2025-07-12T19:29:06","date_gmt":"2025-07-12T19:29:06","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=640"},"modified":"2026-01-21T09:32:32","modified_gmt":"2026-01-21T09:32:32","slug":"anna-beyer","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/hoffnungstrager\/anna-beyer\/","title":{"rendered":"Beyer Anna"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Anna Beyer w\u00e4chst in einem sozialdemokratischen Elternhaus auf. Aus finanziellen Gr\u00fcnden kann sie ihren Berufswunsch, Lehrerin zu werden, nicht verwirklichen und absolviert eine Ausbildung zur kaufm\u00e4nnischen Angestellten. Als 14-J\u00e4hrige tritt sie in den Zentralverband der Angestellten ein und wird Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ihrer Ausbildung findet Anna Beyer Arbeit in der Seifenfabrik des Sozialisten Max Wolf, wo sie Ludwig Gehm kennenlernt. Beide treten in den Internationalen Sozialistischen Kampf-bund (ISK) ein. Der ISK versucht ab 1932, ein Erstarken der nationalsozialistischen Bewe-gung zu verhindern. Seine Mitglieder verfassen antifaschistische Flugbl\u00e4tter und bauen ein Netzwerk von vegetarischen Restaurants, sogenannte Vegas, auf, die sp\u00e4ter die Wider-standsarbeit finanzieren sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Sommer 1933 arbeitet Anna Beyer in einem Vega in K\u00f6ln. Nach ihrer R\u00fcckkehr nach Frankfurt am Main er\u00f6ffnet sie dort ein eigenes Restaurant, das als Versteck f\u00fcr Material sowie als heimlicher Treffpunkt dient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund des zunehmenden Verfolgungsdrucks geht Anna Beyer 1937 ins Exil. Sie lebt zun\u00e4chst in Paris und flieht 1938 \u00fcber die Schweiz weiter nach London. Dort engagiert sie sich in der Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Gro\u00dfbritannien. 1944 l\u00e4sst sich Anna Beyer gemeinsam mit Hilda Monte f\u00fcr den US-amerikanischen Geheimdienst OSS zur Fallschirmagentin ausbilden. Beide Frauen springen im September 1944 nahe der Schweiz ab. Aufgrund der stark bewachten Grenze kann Anna Beyer aber erst nach Kriegsende in ihre Heimatstadt Frankfurt am Main zur\u00fcckkehren.<br>Sie engagiert sich in der SPD und wird 1946 in die erste Frankfurter Stadtverordnetenver-sammlung gew\u00e4hlt. Sp\u00e4ter arbeitet sie in der Wiesbadener Staatskanzlei und vertritt das Land Hessen im Bundesrat. Anna Beyer stirbt 1991 und erh\u00e4lt ein Ehrengrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.<\/p>","protected":false},"featured_media":2230,"template":"","style-hoffnungstrager":[7],"class_list":["post-640","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-1","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}