{"id":2926,"date":"2025-09-06T09:48:10","date_gmt":"2025-09-06T09:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=kunst&#038;p=2926"},"modified":"2026-04-22T16:59:58","modified_gmt":"2026-04-22T16:59:58","slug":"does-peace-have-to-be-so-violent-2013-2025","status":"publish","type":"kunst","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/kunst\/does-peace-have-to-be-so-violent-2013-2025\/","title":{"rendered":"Kne\u017eevi\u0107 Does Peace have to be so violent?, 2013\/2025"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Valentina Kne\u017eevi\u0107 \u2013 DOES PEACE HAVE TO BE SO VIOLENT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>DOES PEACE HAVE TO BE SO VIOLEN<\/em><em>T<\/em><em> <\/em><em>\u2013<\/em><em> <\/em><em>M<\/em><em>uss Frieden so gewaltsam sein <\/em><em>\u2013<\/em> ist der Titel einer Arbeit der Videok\u00fcnstlerin Valentina Kne\u017eevi\u0107, die mit verschiedenen experimentellen Formen des Standbilds arbeitet.<br>Seit 2017 bewegen sich ihre Arbeiten im Spannungsfeld zwischen zeitgen\u00f6ssischer Kunst und Kino. Inhaltlich kreisen sie um Machtstrukturen, Gewaltverh\u00e4ltnisse und die Rolle der Technik in gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Gesellschaftsmodellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentraler Dreh- und Angelpunkt ihres \u0152uvres ist \u2013 auch vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie \u2013 die Auseinandersetzung mit Krieg, politischer Instabilit\u00e4t und deren langfristigen Folgen. Zugleich besch\u00e4ftigt sie sich mit Zukunftsszenarien, technischer Evolution und m\u00f6glichen sozialen Transformationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeit <em>DOES PEACE HAVE TO BE SO VIOLENT<\/em>, die sie erstmals 2013 im Rahmen einer Ausstellung \u2013 auf einem Tapeband \u2013 situativ pr\u00e4sentierte, ist nun in einer f\u00fcr den Au\u00dfenraum geeigneten, dauerhaften Form aus Schiffsseilen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \/&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tauen auf der Union zu sehen. Von ihrer Aktualit\u00e4t hat sie seither nichts eingeb\u00fc\u00dft \u2013 im Gegenteil: Mit diesem Werk positioniert sich Kne\u017eevi\u0107 zur gegenw\u00e4rtigen Weltlage, in der Krieg und Berichte dar\u00fcber zum Alltag geworden sind \u2013 begleitet von der stetigen Entwicklung neuer Waffensysteme: nuklear, chemisch, biologisch, hoch technologisiert \u2013 oft gerechtfertigt mit dem Argument, sie dienten der Friedenssicherung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00fcnstlerin wirft die zentrale Frage auf, wie etwas, das Zerst\u00f6rung und Leid potenziert, jemals wahre Sicherheit bringen kann. Der Begriff \u201eFrieden\u201c wird ihrer Ansicht nach seiner eigentlichen Bedeutung beraubt, mit einer brutalen Konnotation \u00fcberzogen, die seinem Wesen widerspricht.<br>Wir sprechen hier \u00fcber einen Frieden, der jeden echten Frieden unm\u00f6glich erscheinen l\u00e4sst, der in Wahrheit ein System der Abschreckung, der Bedrohung, der permanenten Kriegsbereitschaft ist. Ein Frieden, der auf Gewalt basiert, kann kein Frieden sein. Denn solange die Logik der Aufr\u00fcstung herrscht, bleibt der Mensch gefangen im Kreislauf der Gewalt \u2013 im Namen einer Sicherheit, die keine ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kne\u017eevi\u0107 versteht das Werk auch als sprachliches Bild: Der Titel selbst funktioniert wie ein Slogan, ein Aufschrei \u2013 ein kritischer Spiegel unserer sicherheitspolitischen Rhetorik. Die verwendeten Materialien \u2013 Seile, die sonst f\u00fcr Sicherung, Halt oder Verbindung stehen \u2013 werden hier zur Tr\u00e4gerstruktur eines Zweifels, der sichtbar gemacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich entwirft die K\u00fcnstlerin mit ihrer Arbeit eine zukunftskritische Vision und stellt die dr\u00e4ngende Frage: Welche Zukunft hat die Menschheit? Wie wird eine Gesellschaft aussehen, die sich auf Abschreckung, Bedrohung und strukturelle Gewalt st\u00fctzt? K\u00f6nnen soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut und Krieg jemals \u00fcberwunden werden, solange Sicherheit durch Zerst\u00f6rung definiert wird?<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"featured_media":2928,"template":"","style-kunst":[],"qr-kat":[],"qr-code-kunst":[],"class_list":["post-2926","kunst","type-kunst","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/kunst\/2926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/kunst"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kunst"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-kunst","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/style-kunst?post=2926"},{"taxonomy":"qr-kat","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/qr-kat?post=2926"},{"taxonomy":"qr-code-kunst","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/qr-code-kunst?post=2926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}