{"id":585,"date":"2025-07-12T14:48:19","date_gmt":"2025-07-12T14:48:19","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=585"},"modified":"2026-01-21T10:31:20","modified_gmt":"2026-01-21T10:31:20","slug":"ehepaar-lipke","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/hoffnungstrager\/ehepaar-lipke\/","title":{"rendered":"Lipke"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>J\u0101nis Lipke<\/strong> arbeitet in den 1920er-Jahren als Hafenarbeiter in Riga und beteiligt sich an kommunistischen Untergrundt\u00e4tigkeiten. Er lebt mit seiner Frau und den zwei Kindern auf einer Insel im Fluss Daugava.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende 1941, w\u00e4hrend der deutschen Besetzung Lettlands, arbeitet J\u0101nis Lipke im Depot der deutschen Luftwaffe. Er wird Zeuge, wie Tausende J\u00fcdinnen und Juden aus dem Rigaer Ghetto zu Massenerschie\u00dfungen au\u00dferhalb der Stadt getrieben werden. J\u0101nis Lipke beschlie\u00dft, den im Ghetto verbliebenen J\u00fcdinnen und Juden zu helfen. Er findet etwa 25 Verb\u00fcndete, die ihn dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lipke und sein Netzwerk verhelfen J\u00fcdinnen und Juden zur Flucht aus dem Ghetto und den Arbeitslagern und verstecken sie in Riga und Umgebung. Als Ersten rettet Lipke seinen Freund Chaim Smoljanski. Die beiden graben 1942 auf dem Hof der Lipkes ein unterirdisches Versteck. Lipkes Frau Johanna und die S\u00f6hne k\u00fcmmern sich um die Versorgung der Untergetauchten.J\u0101nis Lipke arbeitet in den 1920er-Jahren als Hafenarbeiter in Riga und beteiligt sich an kommunistischen Untergrundt\u00e4tigkeiten. Er lebt mit seiner Frau und den zwei Kindern auf einer Insel im Fluss Daugava.<br>Ende 1941, w\u00e4hrend der deutschen Besetzung Lettlands, arbeitet J\u0101nis Lipke im Depot der deutschen Luftwaffe. Er wird Zeuge, wie Tausende J\u00fcdinnen und Juden aus dem Rigaer Ghetto zu Massenerschie\u00dfungen au\u00dferhalb der Stadt getrieben werden. J\u0101nis Lipke beschlie\u00dft, den im Ghetto verbliebenen J\u00fcdinnen und Juden zu helfen. Er findet etwa 25 Verb\u00fcndete, die ihn dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lipke und sein Netzwerk verhelfen J\u00fcdinnen und Juden zur Flucht aus dem Ghetto und den Arbeitslagern und verstecken sie in Riga und Umgebung. Als Ersten rettet Lipke seinen Freund Chaim Smoljanski. Die beiden graben 1942 auf dem Hof der Lipkes ein unterirdisches Versteck. Lipkes Frau Johanna und die S\u00f6hne k\u00fcmmern sich um die Versorgung der Untergetauchten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:44px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johanna Novicka<\/strong> w\u00e4chst in Eleja in einer Bauernfamilie mit sechs Geschwistern auf. 1920 heiratet sie den Hafenarbeiter J\u0101nis Lipke und zieht mit ihm nach Riga. W\u00e4hrend der deutschen Besetzung ab Sommer 1941 hilft Johanna Lipke dabei, verfolgte J\u00fcdinnen und Juden zu retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johanna Lipkes Mann J\u0101nis und weitere Helfer*innen schmuggeln J\u00fcdinnen und Juden aus dem Rigaer Ghetto und Arbeitslagern heraus. Sie bringen sie in einem unterirdischen Versteck auf dem Grundst\u00fcck der Lipkes und in leer stehenden Geb\u00e4uden in Riga und Umgebung unter. Johanna Lipke k\u00fcmmert sich mit ihren S\u00f6hnen Alfr\u0113ds und Zigfr\u012bds um die Versorgung der Untergetauchten. Unter Gefahren beschafft Johanna Lipke den Gro\u00dfteil der Nahrung auf dem Schwarzmarkt, denn Nahrungsmittel sind rationiert und gr\u00f6\u00dfere Eink\u00e4ufe auf legalem Weg nicht m\u00f6glich. Zudem z\u00fcchtet sie mehr Nutztiere, als die Besatzungsmacht erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ehepaar Lipke und ihre Helfergruppe verstecken insgesamt 44 J\u00fcdinnen und Juden, die meisten \u00fcberleben. 1966 werden Johanna Lipke und ihr Mann J\u0101nis als \u201eGerechte unter den V\u00f6lkern\u201c geehrt.<\/p>","protected":false},"featured_media":586,"template":"","style-hoffnungstrager":[8],"class_list":["post-585","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-2","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}