{"id":587,"date":"2025-07-12T14:52:10","date_gmt":"2025-07-12T14:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kultur-goldman.de\/?post_type=hoffnungstrager&#038;p=587"},"modified":"2026-01-20T06:22:29","modified_gmt":"2026-01-20T06:22:29","slug":"paul-schneider","status":"publish","type":"hoffnungstrager","link":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/hoffnungstrager\/paul-schneider\/","title":{"rendered":"Schneider"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem rheinischen Pfarrhaus aufgewachsen dient Paul Schneider (1897\u20131939) als Leutnant im Ersten Weltkrieg und studiert danach Theologie in Gie\u00dfen und Marburg. Anschlie\u00dfend arbeitet er in einem H\u00fcttenwerk in H\u00f6rde, versieht Hilfspredigerstellen in Berlin und Essen, sp\u00e4ter eine Pfarrei bei Wetzlar. Als Mitglied der Bekennenden Kirche protestiert Schneider im Oktober 1933 mehrmals gegen \u00c4u\u00dferungen des SA-F\u00fchrers Ernst R\u00f6hm. Er engagiert sich in Auseinandersetzungen mit den NS-treuen \u201eDeutschen Christen\u201c und wendet sich von der Kanzel und andernorts gegen die NS-Kirchenpolitik und -Weltanschauung, insbesondere gegen die Schriften Hitlers und des Ideologen Alfred Rosenberg. Wegen seiner NS-kritischen \u00c4u\u00dferungen versetzt ihn die Kirchenbeh\u00f6rde zum 1. April 1934 nach Dickenschied im Hunsr\u00fcck, wo er sich weiter oppositionell zeigt. Bis 1936 l\u00e4dt die Gestapo ihn mehrmals vor und nimmt ihn f\u00fcr eine Woche in Haft. Am 31. Mai 1937 wird der Geistliche, weil er eine kirchliche Sanktion \u00fcber einen nationalsozialistischen Lehrer ausgesprochen hat, von der Koblenzer Gestapo bis zum 29. Juli 1937 inhaftiert und dann aus der Rheinprovinz ausgewiesen. Er kehrt jedoch in seine Gemeinde zur\u00fcck, woraufhin er am 3. Oktober erneut verhaftet und am 25. November 1937 in das KZ Buchenwald gebracht wird. Als Paul Schneider sich dort am 20. April 1938 weigert, die Hakenkreuzfahne zu gr\u00fc\u00dfen, verh\u00e4ngt der Lagerkommandant Karl Koch Bunkerhaft \u00fcber ihn. Aus dem Zellenfenster klagt der Pfarrer ungebrochen SS-Leute der Misshandlung und des Mordes an und ruft Mith\u00e4ftlinge zum Durchhalten auf. Der SS-Arzt Erwin Ding-Schuler ermordet Schneider am 18. Juli 1939 mittels einer Giftinjektion. Schneiders Beisetzung in Dickenschied wird zu einer Demonstration gegen das NS-Regime.<\/p>","protected":false},"featured_media":588,"template":"","style-hoffnungstrager":[8],"class_list":["post-587","hoffnungstrager","type-hoffnungstrager","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","style-hoffnungstrager-style-2","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager\/587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/hoffnungstrager"}],"about":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/hoffnungstrager"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"style-hoffnungstrager","embeddable":true,"href":"https:\/\/kultur-goldman.de\/it\/wp-json\/wp\/v2\/style-hoffnungstrager?post=587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}