Kunst der unionität

Die Weltmeere

Die Herzsteine

Für die, die wissen, dass Steine Herzen bewahren.

„Sie wurden nicht geschaffen – sie sind geworden."

Neunzehn Meeresfindlinge — ein großer und achtzehn kleine. Versammelt zu einer stillen Bodeninstallation im Schatten der Goldman-Kastanien auf dem Union-Gelände. Ihre Herkunft: die Weltmeere. Ihre Geschichte: sedimentär, uralt, geformt durch Wasser, Druck und Zeit.

Auffällig an diesen Steinen sind die natürlich entstandenen Öffnungen in ihrer Mitte. Geologisch betrachtet das Ergebnis jahrtausendelanger Auswaschungen durch Wasser, Salz und Sand. Doch über das Sichtbare hinaus laden sie zur Deutung ein: als Zeichen von Durchlässigkeit, als Symbole einer Kraft, die nicht zerstört, sondern verwandelt.

Die Steine wurden nicht bearbeitet. Ardi Goldman hat sie in ihrem gewachsenen Zustand belassen. Für ihn sind sie keine Objekte, sondern Zeugen. Träger von Geschichten, die nicht gesprochen, sondern gespürt werden.
Herz-2
Herz-1
„Was hart war, wurde weich. Was ganz war, wurde offen. Was fiel, wurde gefunden.“

Ein Blick hinter das Werk

Die weiße Patina vieler Findlinge kontrastiert bewusst mit dem dunkleren Erdreich, in das sie gebettet sind. Ihre Platzierung unter den Kastanien schafft einen geschützten, fast kultischen Raum — eine natürliche Kapelle, die nicht gebaut, sondern gefunden wurde.

Ein Stein kann nicht lügen. Er trägt, was war. Und lässt es offen, was noch kommt.

Fotos: © Stefan Gröpper

Ardi Goldman Kunst-
und Kulturstiftung gGmbH

Uniongelände
Hanauer Landstraße 188, 60314 Frankfurt am Main

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