Goldmans

PoEthik

Ardi Goldman - Vision und Gefährten

Der Kunst- und Widerstandsparcours auf dem Union-Gelände ist ein sehr persönliches Projekt. Für mich ist es ein Ort der Fragen, Fragen an die Welt, an die Geschichte, an uns selbst. Es geht um die menschliche Natur, um Zivilcourage, um den Mut zur Ambivalenz. Religion gibt uns Regeln, wie friedliches Zusammenleben funktionieren kann bzw. soll. Mich leitet dabei jedoch weniger die Lehre als die Poesie – vielleicht lässt sich daraus ja so etwas wie eine poetische Ethik entwickeln. Eine „PoEthik“.

Ich liebe Geschichten. Und ich liebe es sie zu erzählen. Auf dem Union-Gelände gibt es viele davon – manche laut und direkt, andere eher zart und leise. Die Wege, die man hier geht, sind nicht nur physisch, sondern auch gedanklich. Ich erinnere mich an eine Installation auf der Expo 02 in der Schweiz: Ein Streit, erzählt aus verschiedenen Perspektiven, je nachdem, durch welche Tür man den Raum betrat. Diese Erfahrung hat mich geprägt, denn so ist es auch hier: der Blickwinkel entscheidet. Und jeder Weg birgt seine eigene Geschichte.

Kunst ist für mich Teil meines Denkens, meiner Haltung, meines Alltags. Sie atmet, sie lebt, sie widerspricht. Und sie fordert heraus, manchmal radikal. Das Union-Areal ist ein lebendiger Ort, ein Ort in stetigem Wandel. Hier wird Kunst nicht konserviert, sondern gezeigt, auch mit dem Risiko des Vergehens. Denn genau das macht ihren Wert aus. Ich lade Sie ein, über das Gelände zu flanieren. Lassen Sie sich von den Arbeiten verführen, herausfordern, irritieren. Folgen Sie vertrauten Pfaden oder verlassen Sie diese. Aber seien Sie gewarnt: es könnte Ihr Denken verändern.

Die Bedeutungsebenen der Kunst auf dem Union-Gelände sind vielfältig. Wichtig ist mir dabei, dass die Textualisierung der Kunst vage bleibt: es geht nicht um Eindeutigkeit, vielmehr um Vielschichtigkeit. Es geht um zweite und dritte Bedeutungsebenen, um das, was zwischen den Zeilen liegt. Natürlich spielen auch persönliche Beziehungen eine Rolle, oft handelt es sich bei den Künstlerinnen und Künstlern um Gefährten, Menschen, mit denen ich intensive Gespräche geführt, die ich entdeckt habe oder sie mich. So ist jede Arbeit nicht nur Kunst im klassischen Sinne, sondern Teil einer Erzählung. Teil meiner Geschichte.

Friedhelm Welge

Zum Beispiel Friedhelm Welge: In Deutschland wird der Begriff „Kunsthandwerk“ oft abschätzig gebraucht, ich habe ein anderes Verhältnis dazu. Ich liebe Objekte, bei denen man das Hand-Werk der Kunst noch erkennen kann. Welges Skulpturen sind dafür ein wunderbares Beispiel. Sie wirken, als kämen sie aus einer anderen Zeit. Und vielleicht tun sie das ja auch. Es war der Zufall, der mich zu ihm führte.

Ich war in Bad Camberg, wollte eigentlich zum Baumwipfelpfad, und entdeckte zufällig Welges Atelier. Vor dem Haus standen Steinskulpturen, die mich sofort fasziniert haben. Das Atelier war geschlossen, aber es gab eine Telefonnummer, ich habe natürlich sofort angerufen. Das Material, der Stein, die Abstraktion der Formen: all das hat mich begeistert. Was mich an der Bildhauerei besonders fasziniert, ist die Konzentration auf einen Gedanken. Ein Maler kann seine Arbeit übermalen, ein Bild kann wachsen. Ein Bildhauer hat diese Möglichkeit nicht. Jeder Schlag muss sitzen, jeder Eingriff ist endgültig. Welge hat sein Handwerk von Grund auf gelernt: Er hat an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei studiert und später eine Steinmetzausbildung absolviert. Ein kleiner Exkurs: Früher wurden an der Städelschule nur fünf Künstler pro Jahr aufgenommen, entscheidend war dabei nicht nur ihr künstlerisches Talent, sondern zusätzlich auch das handwerkliche Können. Für die Bildhauerei bedeutete das: ohne Steinmetzlehre keine Aufnahme. Ohne Handwerk keine Kunst.

Wenn man sich auf Welges Arbeiten einlässt, erkennt man eine doppelte Tiefe: die handwerkliche und die spirituelle. In der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart spielt bei ihm der Katholizismus eine wichtige Rolle. Der sakrale Charakter seiner Skulpturen hebt sich deutlich von der zeitgenössischen Kunst auf dem Union-Gelände ab. Deshalb haben wir beschlossen, seine Werke wie stille Wächter an den Ein- und Ausgängen des Areals zu platzieren. Sie stehen für sich und sind doch Teil des Ganzen.

Fabian Thiele & Florian HeINKE

Fabian Thiele

Ein anderes Werk, das mich über eine zufällige Begebenheit erreicht hat, ist die Leuchtreklame „Baumarten sterben angenehm“ von Fabian Thiele. Die Ursprungstafel stammte von einem meiner Mieter in der Hanauer Landstraße 220 – einer Unternehmensberatung, die sich von ihrer alten Werbung auf dem Dach trennen wollte. Da ich Wortspiele liebe, habe ich Fabian gebeten, aus den vorhandenen Buchstaben etwas Neues zu entwerfen. „Baumarten sterben angenehm“ war der stärkste Vorschlag und die wenigsten Buchstaben ausgetauscht werden musste. Die Wirkung ist enorm – viele Besucher und Besucherinnen bleiben stehen, lesen und fragen sich: Ist das ernst gemeint? Oder zynisch? Die Irritation funktioniert. 

Fabian Thiele sammelt Leuchtbuchstaben, vor allem klassische Neonreklamen. Für ihn sind sie mehr als Werbung, sie sind das Herzstück urbaner Poesie. Früher standen sie für Modernität und Fortschritt, heute sind sie Relikte. Thiele konserviert diese Ästhetik – nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung. Genau das hat uns verbunden: die Faszination für Dinge, die eine Geschichte erzählen, aber verschwinden.

Florian HeINKE

Ganz anders und doch in Resonanz steht dazu Florian Heinke. Ich entdeckte seine Arbeiten im Städel – plakativ, roh, kompromisslos. Sie haben mich sofort gepackt. Seine Malerei erinnert an Filmplakate alter französischer Filme, Alain Delon und Romy Schneider. Romy – eine einzige Tragödie. Manche Menschen ziehen das Unglück einfach an. Die Kennedys zum Beispiel. Superintelligent, privilegiert und dann so früh ermordet. Da fragt man sich doch: warum gibt Gott jemandem so viel und lässt ihn dann so früh sterben? Das ist doch Verschwendung. Heinkes Werke schreien diese Verzweiflung heraus. Ich wollte mit ihm zusammenarbeiten. Im Zuge einer Werbekampagne für mein Geschäftshaus in der Stephansstraße – das MA – haben wir zwölf Motive entwickelt.

Es ging um eine visuelle Sprache für eine Welt in Aufruhr. Das stärkste Motiv war: WAR LOVES US. Eine Provokation. Eine Anklage. Eine Aufforderung zum Widerstand. Und in der Nachbarschaft zu Thieles Arbeit entfaltet das Werk eine doppelte Resonanz  zwischen Witz und Abgrund, zwischen Wortspiel und Weltschmerz.

Stefan Strumbel

Mit Stefan Strumbel verbindet mich eine tiefe Freundschaft und eine spezielle Geschichte. Ich sammle seine Werke seit längerem. Für seine Madonna, eines meiner Lieblingswerke auf dem Gelände, habe ich einen Sockel anfertigen lassen mit der Aufschrift La Famiglia, geschrieben in der Typografie des Films Der Pate. Ich wollte wissen, wie dieser Eingriff wirkt. Also ging ich zu ein paar Mädchen in der Nähe der Maserati-Werkstatt und fragte sie, wie sie es finden. Sie sagten: „Toll, die Familie!“ Die Mechaniker lachten. Sie erkannten sofort die Anspielung – Mafia. Für viele Italiener ist die Madonna eine Heilige, die Kirche ein zentraler Ort, sonntags geht die ganze Familie hin, die Mafia auch. Das ist die Irritation. Das Paradoxe. Strumbel selbst war nicht glücklich über meinen Eingriff, für ihn muss Kunst für sich stehen. Ich sehe das anders. Ich habe die Arbeit nicht

Robert Montgomery

Textbasierte Kunst, wie die von Robert Montgomery, kann Türen öffnen. Nach außen, aber auch nach innen. Ich habe Montgomerys Arbeiten zum ersten Mal in einem Katalog im Atelier von Lizzy Coleman gesehen. Sie haben mich sofort berührt.

Über eine Freundin aus London kam dann der Kontakt zustande. Er wollte, dass ich ihn direkt anrufe – wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Kurz darauf kam eine riesige Box bei mir an, beschriftet mit „For the King Ardi“. Es war allerdings kein fertiges Werk, sondern ein Artist Proof – überall hingen Kabel heraus. Ich habe es in Plexiglas einfassen lassen, um es in meinem Club Fortuna Irgendwo zu zeigen, und ihn danach nach Frankfurt eingeladen. Ihm gefiel die Präsentation, ich hatte sein Okay. 

Besonders berührt hat mich seine Arbeit, die für das Holocaust Memorial in London abgelehnt wurde, weil sie „nicht britisch genug“ war. Ich fand, sie gehört hierher auf mein Gelände. Leider waren alle fünf Ausgaben bereits verkauft. Ich habe ihn dennoch überzeugt – mit meiner Vision vom Kunst- und Widerstandsparcours. Heute stehen zwei Werke von ihm auf dem Areal: „The people you love become ghosts inside of you and like this you keep them alive“ und „All palaces are temporary palaces“. Beide bringen eine poetische Tiefe in die industrielle Härte des Ortes.

Die Mügge-Brüdern

Zufallsbegegnungen bereichern meine Reisen und mein Leben auf unbestimmte Weise: bei den Mügge-Brüdern handelt es sich um einen solchen Zufallsfund. Ich war in München, wollte Freunde treffen und kam an einer Installation in einem Glaskasten vorbei, ein Projekt der evangelischen Kirche, das bald abgebaut werden sollte. Die Arbeit ließ mich nicht los. Ich ging zurück, sah sie mir genauer an und wusste: ich möchte etwas von den beiden auf dem Union-Gelände. Ihre Arbeit ist frei, verspielt und teilweise vergänglich – wie gemacht für die Einfahrt zur Tiefgarage. Dort ist sie Wind und Wetter ausgesetzt.
Aber so ist es eben: ihre Kunst lebt vom Prozess, nicht vom Erhalt. 

Ich bin ein Materialmensch. Ich flaniere gern. Alles was ich finde, wird Teil von mir. Früher habe ich viel mehr gefunden, davon haben die 25hours Hotels profitiert. Aber heute wird das schwieriger: Die guten Brocanteure sterben aus. Und irgendwann gibt es die Dinge einfach nicht mehr. Man muss sie erkennen, wenn sie auftauchen und bewahren.

Eva Schwab & Frederik Erichsen

Eva Schwab

Ebenso ging es mir mit Eva Schwabs Flag Works. Ihr Werk heißt „Transit“, und der Titel ist Programm. Übergang. Bewegung. Unsicherheit. Ihre Flaggen bestehen aus bemalten Laken, poetische Träger von Emotion. Ich hatte ihre Arbeit schon länger verfolgt. Da ist viel Obsession, Poesie, aber auch Schmerz, der nicht sofort sichtbar ist. Normalerweise finde ich: Kunst gehört nicht auf Flaggen, weil Flaggen klare Botschaften transportieren. Aber Schwab bricht diese Logik. 

Ihre „Flaggen“ sind Bildträger, offen, verletzlich. Ich wollte wissen, wie das funktioniert, wie BesucherInnen darauf reagieren. Schließlich ist dies mein Spielfeld, Scheitern ist hier erlaubt, außerdem bleibt alles in Bewegung, die Flaggen können temporär verschwinden und durch Textbotschaften ersetzt werden, für die Betrachtenden gibt es immer etwas Neues zu entdecken!

Frederik Erichsen

Frederik Erichsen hatte ursprünglich ein monumentales Objekt für den Club entworfen, das wollte ich nicht. Stattdessen habe ich mich für den Smiley entschieden, der jetzt auf dem Gelände hängt. Erfunden wurde der Smiley von Harvey Ball, um die Mitarbeiter aufzuheitern, deren Stimmung im Keller war. 

Das Gesicht mit dem Lächeln war schnell gezeichnet – ein Kreis, zwei Punkte, ein Bogen. Die Idee war simpel, die Wirkung enorm. Für mich ist der Smiley aber auch eine Referenz an Forrest Gump. Die Szene, in der er läuft, von einem Laster vollgespritzt wird, sich das Gesicht abwischt und auf dem T-Shirt, das er zurückgibt, ist der Smiley. Ich brauche nur darauf zu zeigen und „Forrest Gump“ zu sagen und sofort erinnern sich alle an diesen Moment.

Hagen Bonifer & Rocco und seine Brüder

Natürlich kann ich hier nicht alle Kollaborateure, Künstler, Künstlerinnen und Gefährten erwähnen – das würde den Rahmen sprengen. Aber Hagen Bonifer, den ich vor langer Zeit kennenlernte und mit dem ich bereits drei andere Projekte realisiert habe, zuletzt hat er die komplette Fassade meines Bürogebäudes in der Carl-Benz-Straße mit den Gesängen der „Geschöpfe der Windsbraut“ in Form von drei Gedichten in roten, gelben und blauen Großbuchstaben bespielt -, und Rocco und seine Brüder, sind mir besonders wichtig. Mit beiden Positionen identifiziere ich mich auf unterschiedliche Weise: Bei Bonifer fasziniert mich die Arbeit mit dem geschriebenen Wort, das den Ausgangspunkt seines künstlerischen Prozesses bildet. Wort und Bild ergänzen sich dabei und fungieren als poetische Zeichen. Bei Rocco und seine Brüder hingegen ist es ihre Haltung, ihre Radikalität, die mich besonders anspricht. 

Für das Union-Gelände haben sie die Installation „11:6“ realisiert, ein radikaler Umdenk-Raum. Das Werk spielt mit der Ästhetik von Kirchenfenstern: farbig, lichtdurchflutet, aufgeladen mit spiritueller Bedeutung. Doch hier wurden sie umgedreht montiert. Der Blick geht nicht mehr in den Himmel, sondern stürzt zur Erde. Die Fenster wirken wie fallende Bomben, unterstützt durch angebrachte Lenksysteme. Die Schönheit trügt und offenbart eine erschreckende Umkehrung. Aus dem Sakralen wird das Militante. Aus Licht wird Zerstörung. Und genau das ist es, was das Union-Gelände ausmacht: Ein Raum der Kontraste, der Reibung, der Zumutung. Und vielleicht, mit etwas Glück, auch ein Raum des Aufbruchs.

Die Raketen oder
„Sag mir, wo die Blumen sind …“

Das Werk, zwei vertikal montierte Raketen, die an der Fassade des schwarzen Backsteingebäudes angebracht sind. Auf ihren Oberflächen jeweils eine Liedzeile: „Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?“ und „Sag, wo die Soldaten sind über Gräbern weht der Wind“. Die Zeilen dieses Antikriegsliedes wurden bewusst auf Objekte projiziert, die für destruktive Kraft stehen.

Das Werk Die Raketen verbindet den poetischen Kreislauf von Leben, Verlust und Wiederkehr mit der physischen Form militärischer Gewalt. Die Raketen stehen starr und lautlos, doch der Text auf ihnen erzählt von der Wiederholung der immer gleichen Fragen und von der Unfähigkeit der Menschheit, aus ihrem eigenen Kreislauf des Krieges auszubrechen.

Zwischen Gebäuden, Himmel und urbanem Raum entsteht ein Spannungsfeld: Während der Ort alltäglich bleibt, ist die Botschaft universell. Unversehens werden die Objekte selbst zu einem Warnsignal, weil ihre warnende Inschrift sie verrät: Raketen sind Kriegs-Werkzeug.

Marlene Dietrich, die 1930 als fesche Lola in der Verfilmung von Heinrich Manns Roman Professor Unrat „Der blaue Engel“ berühmt wurde, ging mit dem Regisseur Josef von Sternburg nach Hollywood. So sehr sie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten von der deutschen Filmindustrie auch umworben wurde und so lukrativ die Angebote auch waren, sie blieb in Amerika. 1939 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin und unterstütze die US-Truppen während des Zweiten Weltkriegs. 1962 machte sie die deutsche Version von Pete Seegers Antikriegslied „Where Have All The Flowers Gone“ berühmt. Kaum bekannt ist, dass die Idee des Liedes einem Donkosaken Lied entliehen ist. Der Song passt also nicht in nationale Schubladen. „Sag mir, wo die Blumen sind“ ist eine zyklische Antikriegserzählung, die die Folgen des Krieges durch wiederkehrende Fragen und Antworten illustriert. Es beginnt mit der Frage, wo die Blumen geblieben sind und wird beantwortet, dass Mädchen sie flink gepflückten haben. Dies führt zur Frage nach den Mädchen, und so weiter, bis zum Thema Krieg und Gräber. Pete Seegers Text und Max Colpets deutsche Version zeigen eine unaufhaltsame Kette von Ereignissen, die aus dem Verlust und dem Leiden entstehen.

Durch die Gegenüberstellung der Raketen entsteht ein Spannungsfeld zwischen lyrischer Fragilität und militärischer Härte. Dabei wirken die Raketen wie eingefrorene Zeugen einer Gewalt, die überall auf der Welt Spuren hinterlässt. Aber der Liedtext verwandelt sie in Warnsignale und weist auf den ewigen Kreislauf von Natur, Mensch, Krieg und Tod hin, den das Lied beschreibt und der hier in metallischer Form sichtbar wird.

Die Installation holt den Antikriegssong in den öffentlichen Raum und richtet den Blick nach oben, dorthin, wo Bedrohung und Hoffnung gleichermaßen verortet sein können. So wird das Werk zu einer stillen Frage an jede:n BetrachterIn: Wann wird man je verstehen?

Ardi Goldman Kunst-
und Kulturstiftung gGmbH

Carl-Benz-Straße 35
60386 Frankfurt

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