Kim Almost, like Whale Watching, 2024
Der Kunstparcours
Almost like Whale Watching, 2024
Für mich wurden Flugzeuge zu mehr als bloßen Transportmitteln. Sie fühlten sich wie Portale an – wie Warteräume, die mich mit unterschiedlichen Lebensphasen verbanden. Ich wollte diese Momente von Unsicherheit, Angst und Dazwischen-Sein in meine Arbeit integrieren. Denn letztlich, so denke ich, entspringen diese Gefühle einer tieferen existenziellen Angst und nicht der Freude am Reisen. Es geht um Ungewissheit, um die Frage, wo man hingehört, und um das Existieren in einem liminalen Raum, in dem man weder ganz hier noch ganz dort ist.
EDUCATION
GRANTS, AWARDS, RECOGNITION
2025 Bayerischer Kunstförderpreis, Freistaat Bayern
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Ein Blick hinter das Werk
In den Installationen und Skulpturen von Ju Young Kim treffen scheinbar gegensätzliche Bildwelten aufeinander: Industrielle Flugzeugteile verbinden sich mit landschaftlichen Motiven, religiöser Symbolik oder dekorativen Formen des Jugendstils. Die Künstlerin nutzt dabei eine Vielzahl an Materialien und Techniken, darunter Glasmalerei, Fotografie und Metallverarbeitung, und verknüpft High-Tech-Komponenten mit handwerklicher Präzision.
Im Zentrum steht die Frage nach Übergängen: zwischen Kulturen, Zeiten, Orten aber auch zwischen Bedeutungen. Kims Werke operieren im Raum des „Dazwischen“, als würden sie Transitzonen oder Grenzbereiche erfahrbar machen. Ausgangsmaterialien wie Flugzeugmodule transformiert sie zu symbolisch aufgeladenen Objekten, deren surreale Qualität ein Gefühl von Verfremdung erzeugt.
Über die Künstler:in
Ju Young Kim studierte an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschülerin bei Olaf Nicolai und wurde 2024 für ihre Diplomarbeit AEROPLASTICS mit der Debütant*innenförderung ausgezeichnet. Ihre Werke wurden zuletzt in Gruppenausstellungen in der Printgallery in Tokio, in der Kunsthalle Recklinghausen, sowie in der Lothringer Halle 13 in München ausgestellt. Kims Einzelausstellung in der Kunsthalle Mannheim ist bis Ende September 2025 zu sehen. Sie wird im Herbst an der Singapore Biennale teilnehmen.
Photos: © Stefan Gröpper Photography, Marie Ruck
Ardi Goldman Kunst-
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Hanauer Landstraße 188, 60314 Frankfurt am Main