Kunst der unionität

Clet Abraham

Die Straßenschilder

Für die, die gewohnte Wege neu betrachten.

„Er greift nicht die Funktion des Schildes an — sondern dessen Aussagekraft."

An verschiedenen Stellen des Union-Geländes finden sich Straßenschilder, die ihre ursprüngliche Autorität hinter sich gelassen haben. Sie sind die Leinwand des italienischen Künstlers Clet Abraham.

Seine Arbeitsweise ist so präzise wie hintersinnig: Abraham bearbeitet original Straßenschilder mit Sprühfarbe und Aufklebern. Mit feinem Humor und grafischer Finesse verwandelt er starre Verkehrsregeln in kleine Geschichten — gesellschaftskritische Kommentare in der universellen Sprache der Piktogramme.

Aus Verboten werden Einladungen zum Nachdenken.
„Wir müssen die Welt um uns herum nicht als gegeben hinnehmen.“

Ein Blick hinter das Werk

Ob Migration, individueller Widerstand oder politische Symbole — Abraham nutzt das Piktogramm als Träger, den er sanft bricht und neu auflädt. Es ist eine Art künstlerisches Guerilla-Marketing für die Menschlichkeit.

Seine Schilder reißen den öffentlichen Raum aus seiner strengen Ordnung. Und erinnern daran, dass im vermeintlich Unveränderbaren immer noch Raum für Freiheit steckt. Und für ein Augenzwinkern.

Fotos: © Stefan Gröpper

Ardi Goldman Kunst-
und Kulturstiftung gGmbH

Uniongelände
Hanauer Landstraße 188, 60314 Frankfurt am Main

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