Kunst der unionität

Benjamin Knabe

Die Zeitungsautomaten

Für die, die zwischen den Zeilen lesen.

„Man braucht keine Münzen — es reicht die Neugier."

Wo früher BILD und Kölner Express für schnellen Boulevard-Konsum sorgten, stehen heute zwei Automaten mit völlig neuem Inhalt. Benjamin Knabe hat die Gehäuse umgestaltet und zusammen mit Ardi Goldman eigene Zeitungen entwickelt, die nun dort ausliegen.

Wer die Klappe öffnet, findet keine flüchtigen News, sondern Texte, die bleiben. Der gelbe Automat widmet sich einer Sonderausgabe zum „Magischen Dreieck des Lebens“, der blaue führt zur „Kunst der Unionität“.

Impulse für das eigene Sein. Statt der Nachrichten von gestern.
„Die wichtigsten Nachrichten sind oft jene, die wir in uns selbst finden — wenn wir den Lärm der Welt für einen Moment hinter uns lassen.“

Ein Blick hinter das Werk

In einer Zeit flüchtiger Bildschirm-Informationen setzen diese Objekte bewusst auf das Haptische. Das Rascheln des Papiers. Die bewusste Entscheidung, stehenzubleiben.

Ehemalige Boulevard-Automaten als Orte der Verlangsamung. Ein Plädoyer dafür, dass manche Dinge erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn man sie in der Hand hält.

Fotos: © Marie Hess

Ardi Goldman Kunst-
und Kulturstiftung gGmbH

Uniongelände
Hanauer Landstraße 188, 60314 Frankfurt am Main

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