Pratschke Traum II Kopf
Der Kunstparcours
Traum II Kopf, 2025
Immer ist es der Mensch und dessen Ausstrahlung, die mein Interesse erwecken. Es geht mir um eingefangenes Leben, Sinnlichkeit und Grazie – ein Prozess, der Zeit brauche. Wenn es mir dann gelingt, Zeitlosigkeit in der Skulptur zu gestalten, überrascht es mich oder andere Betrachter.
EDUCATION
Studium Städelschule – Staatliche Hochschule für bildende Künste, Frankfurt am Main
GRANTS, AWARDS, RECOGNITION
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Ein Blick hinter das Werk
Mit Traum II (Kopf) richtet Martina Pratschke den Blick auf das Fragment und konzentriert sich ganz auf den Kopf als Ort des Denkens, Erinnerns und Imaginierens. Die organische Modellierung sowie das Wechselspiel zwischen glatten und aufgerauten Oberflächen lassen den Entstehungsprozess sichtbar werden und verleihen der Bronze eine lebendige Materialität.
Der Titel verweist weniger auf den Schlaf als auf einen Zustand zwischen Bewusstsein und Vorstellung, zwischen Wirklichkeit und innerem Erleben. Die Skulptur wirkt zugleich archaisch und zeitlos und lädt dazu ein, den menschlichen Kopf nicht als Porträt, sondern als Landschaft des Inneren zu begreifen.
Wie viele Werke Pratschkes verdichtet auch diese Arbeit menschliche Präsenz zu einer stillen, konzentrierten Form. Sie spricht von Haltung, Würde und innerer Bewegung und zeigt die besondere Fähigkeit der Künstlerin, seelische Zustände in plastische Form zu übersetzen.
Über die Künstler:in
Die Bildhauerin Wanda Pratschke zählt zu jenen künstlerischen Positionen, die den öffentlichen Raum in Frankfurt am Main prägen. Seit der Einweihung ihrer ersten Skulptur Betty im Jahr 1984 in den Wallanlagen ist sie mit mehreren Werken im Stadtbild vertreten, darunter Die Unbesiegbare (2022) auf dem Adornoplatz an der Goethe-Universität. Mit unverwechselbarer Handschrift verbindet Pratschke figürliche Tradition mit einer kraftvollen, zeitgenössischen Interpretation des menschlichen Körpers. Ihre Skulpturen entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Form, Material und Bewegung, stets getragen von einem tiefen Verständnis für die Wechselwirkung zwischen Figur, Raum und Betrachter*in.
Auf dem Union-Areal präsentiert Pratschke zwei Arbeiten, die den weiten Bogen ihres Schaffens auf eindrucksvolle Weise verdeutlichen: Anja 1977/2025 und Traum II (Kopf).
Photos: © Stefan Gröpper Photography
Ardi Goldman Kunst-
und Kulturstiftung gGmbH
Uniongelände
Hanauer Landstraße 188, 60314 Frankfurt am Main