Il percorso d’arte

Daniel Hörl

GEDÄCHTNIS, 2024

Steinquader | 10 Quader à 40 x 40 cm

Erinnerungen sind Fragmente, Blickwinkel können sie verändern.

Daniel Hörl lebt und arbeitet in Ensheim, DE.
*1982 in Fulda, DE

ISTITUZIONE

Ausbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister
Studium der Bildhauerei als Meisterschüler, Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg
Studium der Bildhauerei, Städelschule, Frankfurt am Main

GRANTS, AWARDS, RECOGNITION

2013 Absolventenpreis Städelschule Portikus e.V., Frankfurt
2022 Stipendiat Stiftung Künstlerhilfe Frankfurt, Frankfurt

Un sguardo dietro le quinte dell'opera

Mit „Gedächtnis“ gelingt es Daniel Hörl, Sprache und Materie in einen erfahrbaren Raum des Erinnerns zu übersetzen. Steinwürfel tragen jeweils einzelne Lettern, die zusammen das Wort „Gedächtnis“ bilden; ein Zitat aus Paul Celans Gedicht „Corona“ (1952).
So entstehen Pausen, Lücken und Atemräume, wie im Prozess des Erinnerns selbst. Die Betrachter:innen sind eingeladen ihre Positionen im Raum wahrzunehmen und zu beeinflussen. Hörl zitiert mit Celan nicht nur ein Gedicht, sondern evoziert auch die fragile, teilweise brüchige Natur von Erinnerung: Gedächtnis ist kein fertiges Archiv, sondern ein Ort der Aktivierung und Begegnung. Sprache, Material und Raum verschränken sich zu einem sinnlich erfahrbaren Dialog über das, was zwischen den Zeilen bleibt.

Sulla artista

Daniel Hörl studierte als Meisterschüler in Nürnberg bei Prof. Claus Bury und bei Prof. Tobias Rehberger in Frankfurt, wo er mit dem Absolventenpreis des Städelschule Portikus e.V. abschloss. Hörls Arbeitsweise besticht durch den multimedialen Ansatz unter Verwendung unterschiedlicher Druckverfahren, Malerei und sowohl historischer Steinbearbeitungstechniken als auch modernster mechanischen Verfahren und deren Kombination auf der Gesteinsoberfläche.
Hörls Interesse liegt in der Überlagerung, Verdichtung und Schichtung verschiedener Bildebenen und Materialbeschaffenheiten.
Zusätzlich inszeniert er seine Werke in einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Raum, teils als Eingriff und teils als Ergänzung zu den architektonischen Gegebenheiten.
Wie bei seiner letzten großen Einzelausstellung Fear of Missing Heart 2022 in Frankfurt/Main bespielt Hörl außergewöhnliche Offspaces mit seinen Arbeiten.

Photos: © Stefan Gröpper Photography

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