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Chiune Sugihara
20. enero 1900

–

31. julio 1986

Retrato

Ich habe meiner Regierung den Gehorsam verweigert.

Chiune Sugihara arbeitet etwa seit Herbst 1939 als Vizekonsul in Kaunas. Im Juni 1940 besetzt die Sowjetunion Litauen. Zu diesem Zeitpunkt leben in Litauen viele Jüdinnen und Juden, die aus Polen geflüchtet sind, als das Land von Deutschland angegriffen wurde.
20. enero 1900

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31. julio 1986
Yaotsu

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Kamakura

„Am Ende traf ich meine Entscheidung als Mensch. Ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht. Was ich tat, könnte aus Sicht eines Diplomaten falsch gewesen sein. Dennoch konnte ich die Tausenden von Menschen, die auf mich angewiesen waren, nicht im Stich lassen. …“

Chiune Sugihara arbeitet etwa seit Herbst 1939 als Vizekonsul in Kaunas. Im Juni 1940 besetzt die Sowjetunion Litauen. Zu diesem Zeitpunkt leben in Litauen viele Jüdinnen und Juden, die aus Polen geflüchtet sind, als das Land von Deutschland angegriffen wurde. Nun fürchten sie Repressionen durch das Sowjetregime. Viele beantragen Transitvisa für Japan, um von dort in sichere Länder zu gelangen.

Sugihara darf Transitvisa nur an Personen erteilen, die über finanzielle Mittel verfügen und ein Einreisevisum für das Zielland vorweisen können. Er stellt jedoch auch anderen Jüdinnen und Juden Transitvisa aus. Sugihara arbeitet ununterbrochen, um möglichst viele Visa zu erstellen. Dank Sugihara können etwa 6.000 Jüdinnen und Juden Litauen verlassen. Als 1941 deutsche Truppen die Sowjetunion angreifen, ermorden sie die meisten in Litauen verbliebenen Jüdinnen und Juden.

Nach Kriegsende wird Sugihara als Diplomat des Kriegsgegners Japan mitsamt seiner Familie von den sowjetischen Behörden interniert. Als er 1947 nach Japan zurückkehrt, wird er aus dem diplomatischen Dienst entlassen, vermutlich aufgrund seines Handelns in Kaunas.

1984 wird Sugihara als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.

© Memorial de los Héroes Silenciosos

 

„Am Ende traf ich meine Entscheidung als Mensch. Ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht. Was ich tat, könnte aus Sicht eines Diplomaten falsch gewesen sein. Dennoch konnte ich die Tausenden von Menschen, die auf mich angewiesen waren, nicht im Stich lassen. …“

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