Greber Umspannwerk 7 Isolatoren, 2024
Le parcours artistique
Umspannwerk 7 Isolatoren, 2024
Dans mon travail, je examine la confrontation croissante qui s’accompagne de l’évolution technologique et ses conséquences sur notre conception de la réalité. Je considère cette confrontation et la perte qui en résulte de la visibilité de tous les processus et relations sociétaux comme un trait fondamental de notre époque et tente de rendre visible ce phénomène à l’aide des techniques sculpturales. Par ailleurs, je travaille en permanence sur 6 cycles dont le point de départ est chaque fois une sculpture en carton, qui a été démantelée progressivement au fil des années et archivée dans des „ écrans “ ressemblant à des vitrines et des „ architectures de présentation “ ressemblant à des montants.
ÉDUCATION
BONS DE LAURÉAT, AWARDS, RECONNAISSANCE
2024 Kallmann Prize, Ismaningen
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Un aperçu de l'intérieur de l'usine
Die oft minimalistisch anmutenden Installationen von Ben Greber thematisieren das Verschwinden jeglicher Sichtbarkeit menschlicher Eingriffe und gesellschaftlicher Prozesse. Beide Arbeiten für das Union-Areal gehören zum Zyklus Umspannwerk. Ausgangspunkt ist dabei die Arbeit Umspannwerk von 2008: eine etwa 2 × 2 × 2 m große Raumsituation, deren Zugang durch ein Gitter, angelehnt an die Struktur eines Beichtstuhls, verschlossen war.
Im Inneren: ein beleuchteter, gefliester Raum mit Waschbecken, Abfluss und Medizinschrank. Auf dem Raum stand ein Hochspannungsmast mit sechs Isolatoren. Die Skulptur war etwa fünf Meter hoch und vollständig aus Pappe gefertigt. Zwischen 2014 und 2017 wurde die Arbeit schrittweise zerlegt. Die einzelnen Materialien und Komponenten wurden in Vitrinen – vom Künstler „Screens“ genannt – archiviert. Ziel war es, der Skulptur ihre Gegenständlichkeit zu entziehen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die ursprünglichen Themen nach dem Prozess der Zerlegung weiterhin lesbar bleiben: Schuld, Vergebung, Katharsis.
Bis 2023 arbeitete Greber an der großformatigen Installation Éolien à grande échelle, die 2023-2024 in der Kunsthalle Esch in Luxemburg gezeigt wurde. Unter Verwendung von abgegossenen Fundstücken aus einem stillgelegten Stahlwerk, etwa Isolatoren, Sockel mit Kerzenresten (Spuren illegaler Technopartys) und Nachbauten der ursprünglichen Motive (Waschwannen, Medizinschränke) entsteht ein komplexer Überbau, der die inhaltlichen Komponenten der ersten Pappskulptur in reale Orte und Objekte überträgt.
Hier erscheint auch erstmals der sogenannte „Auschwitz-Isolator“ in siebenfacher Form. Der Kunsthistoriker und -kritiker Raimund Stecker beschreibt Grebers Werk als durchzogen von einem biografischen roten Faden. Die wiederkehrenden Motive, insbesondere der Isolator, verweisen auf persönliche und familiäre Kontexte. So stand auf dem Fensterbrett des Vaters über Jahre ein vermeintlicher Kerzenständer, der sich später als ein vom Wachzaun des KZ Auschwitz stammender Isolator herausstellte.
Ben Greber entwendete diesen als Jugendlicher und benutzte ihn in Unkenntnis seiner ursprünglichen Funktion als Kerzenständer. Wachsflecken auf den Abgüssen zeugen noch von der jugendlichen Aneignung des Objekts.
Grebers Vater, Jahrgang 1944, beschäftigte sich zeitlebens mit der NS-Vergangenheit seiner eigenen Eltern.
Bilder und Texte durchzogen das häusliche Umfeld, darunter ein Ölgemälde, das seine Frau, Ben Grebers Mutter, im Badeanzug in der Gaskammer von Auschwitz I zeigt und seit Jahrzehnten im Wohnzimmer der Familie hängt. Der Isolator wurde auf einer Reise Anfang der 1980er-Jahre in Auschwitz gefunden, als die Gedenkstätte noch nicht museal überformt war. Für Ben Grebers Vater war er ein Sichtbarmacher des Nicht-Fassbaren.
Der Isolator ist in Grebers Werk nicht nur ein Symbol für das Dritte Reich und die NS-Vergangenheit der eigenen Familie, sondern auch für die Verarbeitungsversuche des Vaters und den gleichsam entrückten Umgang des Sohnes als Teenager damit. NS-Geschichte, familiäre Täterschaft und das Lager Auschwitz bilden das Grundmotiv des gesamten Umspannwerk-Zyklus, auch der frühen Version von 2008.
À propos de l'artiste
L’artiste Ben Greber (*1979 à Halle) travaille à Eberswalde et à Berlin depuis 2010. Une distanciation progressive qui caractérise l’œuvre de Grebers a été le thème de ses expositions individuelles internationales, comme en 2022 à 515 Bendix à Los Angeles (États-Unis) ou en 2023 à la Kunsthalle Esch à Luxembourg. Outre des bourses d’études, il a remporté en 2024 le prix Kallmann, suivi de l’exposition „ Fall et Présence “ au Kallmannmuseum d’Ismaning.
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